Hallo zusammen.
Seit Montag darf ich nun wieder arbeiten gehen. Da ich für das Einkommen in meiner Familie allein zuständig bin, kann ich nicht eine der Mütter sein die in der glücklichen Lage sind ein Jahr oder sogar noch länger ihr Kind zu betreuen.
Seit ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe war für uns klar, dass wenn ich wieder arbeiten gehe die Oma meines Mannes auf unseren Nachwuchs aufpasst. Schon von Geburt an ist sie mit ihm jeden Wochentag spazieren gegangen. Somit war es für ihn auch gar nicht schlimm das Oma auf ihn aufpasst als es am Montag soweit war. Eigentlich hat er nicht mal geweint als wir gegangen sind.
Als ich die frohe Botschaft erfahren habe, hatte ich zwischenzeitlich wirklich bedenken das das gut geht. Werde ich die Trennung verkraften (so lange waren wir noch nie getrennt), wird meine Schwiegeroma mit ihm zurecht kommen, wird er mich sehr vermissen….
Am Montag war Gott sei Dank der Tag relativ kurz da wir Schulung hatten. Ich hatte sehr mit mir zu kämpfen, aber habe es recht gut verkraftet. Die Gedanken schwirrten zwar noch in anderen Sphären, aber schon am nächsten Tag war das komplett anders. Am Montag bemerkte ich eines sehr schnell. Wenn Fynn mich nicht wie gewohnt morgens sah, hatte er Schwierigkeiten dann am Abend bzw. Nachmittag bei mir zu sein. Er quengelte und irgendwie fand er alles sehr merkwürdig. Als er am Dienstag dann morgens bevor ich ging schon wach war, war abends alles gar kein Problem für ihn und er freute sich riesig als er mich sah, und wie ich mich erstmal freute kann ich gar nicht ausdrücken.
Anfangs habe ich immer gedacht das es gar nicht so schlimm wäre zu arbeiten. Als ich dann wieder und wieder mehr Monate mit ihm hatte in denen ich so gut wie alleine den ganzen Tag mit ihm war, merkte ich immer mehr wie schön es doch wäre, wenn ich nicht befürchten müsste arbeiten zu gehen.
Ich habe es mir am Mittwoch sehr einfach gemacht und mir ein Bild von meinen Jungs mitgenommen. Das hat mir den Tag versüßt und zusätzlich fühlte ich mich nicht so leer wie noch am Vortag.
Pro Strecke zur Arbeit bin ich gut 2 Stunden unterwegs… dann bin ich aufgrund meiner Bezüge des Elterngeldes sechs Stunden arbeiten und wenn ich abends nach Hause komme bin ich so fertig, dass sowohl Fynn als auch ich bei der letzten Flasche einschlafen. Es bleibt vieles liegen was vorher im morgendlichen Rhythmus einfach mit passiert ist. Hätte nie gedacht was man an einem Samstag alles machen muss damit man auf den Stand von einem jeden Tag kommt. Ich habe das Glück das meine Familie (nicht nur mein Mann) uns sehr unterstützen. So ist die Wäsche gewaschen und getrocknet und teilweise sogar schon in den entsprechenden Schubladen verschwunden und der Haushalt macht sich irgendwie fast von allein… außer die Kleinigkeiten die immer anfallen (und die ich nicht so gern mache).
Alles in Allem hätte ich nie gedacht, dass eine Arbeitswoche so anstrengend sein kann wie sie definitiv ist. Ich freu mich allerdings das ich noch eine zusätzliche Aufgabe habe die mich voll und ganz erfüllt. Arbeiten gehen ist gar nicht so schlimm wenn alles sehr gut organisiert ist und vorallem Unterstützung da ist, die man meiner Meinung nach definitiv braucht.
Am Samstag, den 19.04.2008 in Karriere und Kind veröffentlicht.
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